Kortison und Imurek bei Lupus



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Meine Medikamente seit Januar 2002

Ausschleichen des Kortisons (Januar 2002)

Da jetzt bei mir angenommen wird, dass ich doch keinen Lupus erythematodes habe, habe ich angefangen, das Kortison auszuschleichen. Von 5 mg auf 0 mg. Reduzieren soll ich jeden Monat um 1 mg.

Jetzt ohne Kortison....Imurek bleibt (seit Mai 2002)

Das Kortison ist jetzt vollständig ausgeschlichen. Und mir geht es sehr gut damit. Imurek nehme ich immer noch. 100 mg am Tag. Diese Dosierung nehme ich nun schon seit zwei Jahren. Ich hatte damals das Imurek auf diese Dosis runterreduziert. Bisher hatte ich keinen Schub mehr. Weder einen Lupus-Schub noch einen MS-Schub. Wobei ich nicht weiss, ob dafür auch wirklich nur das Imurek verantwortlich ist. Ich denke eher nicht. Mein eigener Weg mit Psychotherapie, Visualisieren und Körpertherapie spielt hier mit Sicherheit auch eine sehr grosse Rolle.





Meine Medikamente seit Januar 2001

Diese beiden Medikamente sind für mich jetzt erst mal die vorrangige Therapie für die nächste Zeit. Zusätzlich werde ich dann noch eine Psychotherapie machen. Weihrauch werde ich vorerst nicht nehmen, weil ich da von der Wirkung auf den Lupus noch zu wenig weiss.

Angefangen hat meine Therapie mit 50 mg Kortison im akuten Stadium. Es wurde dann langsam runterreduziert auf 10 mg und seit ich nun zusätzlich noch Imurek nehme, wird es weiter runterreduziert auf 5 mg. Das ist dann wohl meine Langzeitdosierung. Vom Imurek habe ich zuerst 50 mg abends genommen. Jetzt ist es aufgestockt auf 150 mg, 50 mg morgens, 50 mg mittags und 50 mg abends. Zusätzlich nehme ich dann noch einen Magenschutz, Kalzium und Vitamin D.

Also das ist jetzt eine ganze Menge, was ich da einnehme. Ich war vom Kortison sowas von begeistert. Weil es mir meine ganzen Schmerzen genommen hat. Sie waren einfach wie weggeblasen. Klar wird Mensch da euphorisch :-). Dass bei mir noch zusätzlich eine Herzbeutelentzündung war, habe ich gar nicht so registriert. Die Schmerzen standen ganz klar im Vordergrund. Die Herzbeutelentzündung war aber lebensgefährlich. Ich habe nur gemerkt, dass es mir jeden Tag schlechter geht und mein Körper irgendetwas nicht mehr verkraftet.

Es gibt ja verschiedene Formen vom Lupus. Den, der auf die Haut beschränkt ist, einen, der durch Medikamente hervorgerufen wird und eben der, der die inneren Organe angreift. Und diese Form habe ich mir wohl zugelegt. Und da sind Stereoide (Kortison) und Immunsupressiva (z.B. Imurek) wohl die Therapieform Nummer eins.

Zusätzliche alternative Heilmethoden sind wohl auch bei dieser Erkrankung wichtig (z.B. Homöopathie oder chinesische Medizin). Allerdings weiss ich da noch zu wenig drüber. Ich werde aber weitersuchen und es dann auf meine Homepage schreiben :-).

Was wohl sehr wichtig ist bei dieser Erkrankung, ist eine enge Zusammenarbeit zwischen Patient, Hausarzt, Spezialist (Rhematologe) und bei mir noch mit einem Neurologen. Wobei ich hier die Erfahrung gemacht habe, dass viele Ärzte total unterschiedliche Behandlungsschemata haben.





Ich weiss zum Beispiel nicht, wie ich meinen Magenschutz einnehmen soll. Weil einmal habe ich ihn zusammen mit dem Kortison bekommen, das nächste mal am Abend vorher. Ich habe jetzt für mich entschieden, dass ich den Magenschutz morgens nehme. Ich hatte bei der Abendeinnahme zunehmende Nebenwirkungen (starke Benommenheit, Herzrasen, einen höheren Blutdruck als sonst...). Zuerst schob ich das auf´s Imurek, weil es eigentlich ab da anfing. Aber mein Hausarzt meinte, dass das auch Nebenwirkungen vom Kortison sein könnten und das Imurek da etwas aktiviert hat. Nach längerem Nachdenken habe ich beschlossen, dass mein Hausarzt recht hat. Eine mir bekannte Apothekerin meinte auch, dass die Nebenwirkungen wohl vom Kortison kommen. Ich habe dann einfach den Magenschutz morgens genommen. Und mir geht es seither wieder besser :-).

Durch die Einnahme von Imurek muss ich regelmässig mein Blutbild kontrollieren lassen, weil Imurek das Blutbild verändern kann. Es werden wohl auch immer wieder Antikörper-Untersuchungen gemacht - vor allem die dsDNA-AK (Antikörper gegen doppelsträngige DNA als spezifischer Befund für den SLE) und ANA (Antinukleäre Antikörper) sowie die Komplementfaktoren C3 und C4 und der Faktor CH50 sind wichtig, weil sie dazu herangezogen werden können, die momentane Aktivität der Krankheit zu überwachen. Auch die Anzahl der Leukozyten sowie die Thrombozytenzahl muss kontrolliert werden.

Die Pille wurde mir jetzt wieder verordnet, nachdem mir vorher nahegelegt wurde, die Pille abzusetzen, weil östrogenhaltige Medikamente wohl schubauslösend auf den Lupus wirken können. Ich hatte mich schon mit meinem Frauenarzt auf eine Lösung geeinigt, aber die war eben nicht so ganz 100%. Tja und jetzt brauche ich eine sehr sichere Methode, weil ich unter Imurek nicht schwanger werden sollte. Die Minipille ist erlaubt, weil sie nur Gestagen enthält. Übrigens bekomme ich die Pille jetzt verschrieben.



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