Zen
Wenn Du gehst, dann gehe.
Wenn Du sitzt, dann sitze.
Wenn Du arbeitest, dann arbeite.
Ich weiss nicht, von wem diese Gedanken stammen, aber sie erklären die Absicht des Zen sehr gut.
Achtsamkeit ist ein anderes Wort dafür. Ganz konzentriert handeln.
Der Weg ist das Ziel. Nichts erreichen wollen.
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Zen hat für mich die Bedeutung von bei mir bleiben. In diesem Moment. Mich auf das konzentrieren, was ich gerade tue. So wie ich es in meinem Traumbild mit dem Berg beschrieben habe. Noch gar nicht an das denken, was nachher kommt. Im Hier und Jetzt sein. Nicht auf den Gipfel schauen, sondern den Weg gehen, der jetzt im Moment vor mir liegt.
In vielen Büchern wird beschrieben, dass man Zen in jeder alltäglichen Arbeit ausüben kann. Indem ich in Momenten, in denen ich etwas tue, ganz bei meiner Tätigkeit bleibe. Und mit meinen Gedanken im Hier und Jetzt bleibe. Manchmal wollen mich meine Gedanken ablenken. Darüber nachdenken, was ich nachher noch tun möchte. Der Sinn des Zen ist es, meine ganze Aufmerksamkeit auf die Tätigkeit zu lenken, die mich gerade beschäftigt. Und ich merke immer wieder, wie schnell ich hier an meine Grenzen stosse diese Absicht wieder vergesse.
Vielleicht liegt es daran, dass ich mit der westlichen Kultur aufgewachsen bin und diese Art zu leben mir hier nur sehr selten begegnet. Aber ich möchte wenigsten Teile dieser Lebensphilosophie für mich anwenden. Ausbrechen aus der herkömmlichen Art zu leben, aus dieser Hektik. Nicht zehn Dinge auf einmal tun. Sondern mit meinen Gedanken, meinen Gefühlen immer bei einer Sache bleiben.
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Kochen....essen....die Zubereitung eines Tees....trinken....auch das sind Beschäftigungen, in denen ich mich im Zen üben kann. Oder ganz einfach auch beim Gehen. Jeden Handgriff, jeden Schritt, jedes Körpergefühl miterleben, bewusst wahrnehmen.
Versuchen, einfach still dazusitzen oder zu liegen. Was passiert mit mir? Wie fühle ich mich dabei (ohne dieses Gefühl dann weiter zu bewerten)? Werde ich unruhig? Wie fühlt sich mein Körper an? Spüre ich manche Stellen im Körper besonders?
Mir tun diese Übungen sehr gut. Sie bringen mehr Ruhe in mein Leben und mehr bewusstes Tun. Die Regelmässigkeit dieser Übungen führt mich auf meinem Weg weiter.
Trotz dem Wissen um die Wirksamkeit bestimmter Übungen schleichen sich immer auch wieder Bequemlichkeit und Nachlässigkeit ein. Nur das regelmässige Üben, das regelmässige Aufmerksamsein bringt mich ins Gleichgewicht. Und ich wünsche mir, dass ich diese Regelmässigkeit irgendwann auch einmal erreichen werde. Auch bei allen anderen Übungen wie Visualisieren oder anderen Meditationsübungen.
© GabiGödrich