Arzt-Patienten-Beziehung, Umfeld, Partner

Auf dieser Seite möchte ich ein bisschen zu den Themen Freunde und Bekannte, Angehörige und etwas zur Arzt-Patienten-Beziehung schreiben. Für den Anfang habe ich mal zu jedem Personenkreis Bemerkungen aufgeschrieben, die mir in Erinnerung sind.

ARZT-PATIENTEN-BEZIEHUNG

*Ein guter Arzt versteht es, seine Patienten so lange zu beruhigen, bis die Natur sie wieder gesund gemacht hat (ist ein Spruch von einer Postkarte, weiss nicht von wem).

*Warten wir noch einen Monat, dann bessern sich die Blutwerte vielleicht auch so wieder.....einen Monat später: warten wir nochmal einen Monat, dann bessern sich die Blutwerte vielleicht auch so wieder (Originalton Arzt).

*Jetzt warten wir mal das Ergebnis der Untersuchungen ab und dann machen Sie das, was WIR Ihnen sagen (Originalton Arzt).

*Ich werde mir das Büssergewand anziehen und mich ändern (Originalton Arzt / gesagt, getan....für mindestens zwei Wochen)

*Das wissen SIE doch nicht, ob Sie schlechter hören (Originalton Arzt).

Das hört sich jetzt alles recht negativ an. Aber ich habe auch gute Erfahrungen gemacht, mit Ärzten, die einem zuhören und sich Zeit nehmen. Ärzte, bei denen der Patient ein Mitspracherecht hat :-).Vielleicht kommt hier ein bisschen mein eigener Ärztefrust raus....andere haben vielleicht ganz andere Erfahrungen gemacht.



ANGEHÖRIGE / FREUNDE/BEKANNTE

*Für Kranke und ihre Angehörige kann ein Spaziergang anstrengend werden. Der gesunde Angehörige möchte gerne loslaufen, der Kranke möchte nicht immer der „Bremser“ sein und versucht Schritt zu halten. Diese Art von Spaziergang hat dann nichts mehr mit Meditation zu tun. (Hab ich mal so hingeschrieben nach einem Spaziergang)

*Du musst Dich nur mehr bewegen, dann geht´s Dir wieder besser (Originalton / Schallplatte mit Kratzer!).


*Dir fehlt doch nichts, Du bist doch gesund (Originalton).

*Arbeite Du erst nochmal 20 Jahre, bevor Du an Rente denkst (Originalton).

*Du musst jetzt einfach....

*Bei mir hilft immer....

*Probier doch mal....

*Du musst nur positiv denken....

*Das wird schon wieder....

*Das kenn ich auch....

*Sieben Jahre nach der Diagnose: Du hast doch keine MS. Das bildest Du Dir alles nur ein.

*Komm, ich nehm Dich mal in den Arm und halte Dich (ja, so liebe Menschen gibt´s).

Mir scheint, meine Meinung ist hier auch nicht sonderlich positiv. Aber der letzte Satz in der Liste lässt hoffen.

Für Familienangehörige, Freunde oder Bekannte, die den Erkrankten vielleicht schon sehr viele Jahre kennen, ist eine Erkrankung wie die MS oder auch der Lupus ein Einbruch. Nicht nur für den Erkrankten selbst. Viele wissen nicht, wie sie damit umgehen sollen. Oder sie weigern sich einfach, die Krankheit anzuerkennen. Manche Menschen im Umfeld des Kranken haben sich schon vorher einmal mit solchen Ereignissen auseinandergesetzt und es fällt ihnen aus diesem Grund leichter, damit umzugehen– manchen macht es auch ohne diese Vorerfahrung keine Probleme und sie können die Veränderungen gut mittragen.

Für den Erkrankten ist die Reaktion seines Umfeldes sehr wichtig....welche Gefühle jetzt vorherrschen. Mitleid? Ungeduld? Freundschaft? Liebe? Interesse?.....vor allem der Partner spielt hier eine wichtige Rolle....



SÄTZE VON MS-KRANKEN

*Ich möchte für den Partner kein Klotz am Bein sein....

*Er oder sie soll durch die Krankheit nicht eingeschränkt werden....

*Wenn er oder sie mich verlässt, so kann ich das verstehen....

*Was kann ich denn meinem Partner noch bieten?

ABER AUCH:

*Durch die MS habe ich erst gesehen, wer wirklich ein Freund oder eine Freundin ist....

*Ich möchte das gerne alleine machen....wenn ich Hilfe brauche, dann sag ich es....

*Ich möchte Mitgefühl und Verständnis....kein Mitleid....

*Fortsetzung folgt.....

*


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