Meine MS visualisiert
Diese Geschichten sind entstanden, weil ich einfach mal wissen wollte, wie ich mit der MS zurechtkomme. Klar kann hier jemand sagen, das sind Wunschträume. Aber mir hat diese Geschichte mein Gefühl bestätigt, dass mein Weg nicht der falscheste sein kann....dass er mit meinem inneren Fühlen übereinstimmt, mich vorerst noch an der Alternativmedizin zu orientieren....vielleicht kommt ja hier auch mal ein Traumdeuter her.....oder ein Psychologe und sieht meine Geschichte ganz anders....aber für mich hat sie diesen positiven Aspekt. Wobei ich auch hier immer wieder betonen möchte: mein Weg ist MEIN Weg und bedeutet nicht, dass er für andere genauso gut sein muss wie für mich bisher....ich möchte hier einfach mal meine eigene Sichtweise vorstellen....die dem einen vielleicht utopisch erscheinen mag und für andere eine neue Alternative sein kann.
Erste Geschichte
Ich bin einfach so in Gedanken losgelaufen und bin irgendwann meinem Weisen
und meinem inneren Kind begegnet. Ich habe dem Weisen gesagt, dass ich die MS
treffen möchte. Er hat mir gesagt, ich solle einfach mal
losmarschieren. Zuerst wollte ich ohne mein Kind gehen, aber der Weise meinte
dann, dass das wichtig wäre, dass es dabei ist. Also sind wir zusammen gegangen.
Irgendwann im Wald war plötzlich mein Kind verschwunden. Ich hab gerufen und
dann hat sich etwas Undefinierbares gemeldet und hatte mein Kind im Arm. Ich
habe ihm (oder ihr?) gesagt, dass er (oder sie?) es loslassen soll und bin
richtig wütend geworden. Er oder sie hat´s logelassen und mein Kind ist ganz
verängstigt zu mir gekommen. Ich hab´s in den Arm genommen und ihm gesagt, dass
es jetzt keine Angst mehr haben muss.
Wir sind weitergelaufen und sind nach einiger Zeit an einen Höhleneingang
gekommen. Mein Kind wollte unbedingt rein. Wir sind vorsichtig durch den
Höhleneingang gelaufen und im Innern waren einige Steinstufen. Wir sind sie
hinuntergegangen und unten war dann jemand. Zuerst habe ich gedacht, es ist ein
Mann, aber irgendwann habe ich gesehen, dass es eine Frau war.
Sie war am Anfang total unfreundlich und aggressiv. Wir haben ein bisschen mit
ihr geredet und mein Kind wollte plötzlich leicht an ihren Haaren ziehen (ich
fand das nur mutig ;-). Es hat die Frau gefragt, ob es das darf. Die Frau war
zum erstenmal etwas freundlicher und hat es zugelassen. Ich habe sie gefragt,
wer sie denn ist und ob sie in dieser Höhle wohnt. Sie sagte mir, dass sie die
MS ist. Sie wohnt schon seit unendlicher Zeit hier unten. Wir fragten sie dann,
ob sie denn nicht einsam ist so ganz alleine in ihrer Höhle und ob sie auch mal
Besuch bekommt. Sie hat gesagt, dass sie noch nie Besuch hatte. Wir wären die
ersten. Wir fragten sie dann, ob sie nicht mal Lust hätte, mit uns vor den
Höhleneingang zu gehen. Sie meinte dann, dass sie von der Helligkeit dann blind
werden würde, aber mein Kind meinte dann, dass es doch Sonnenbrillen gäbe und so
sind wir dann zusammen raus. Hat der MS glaube ich gut gefallen ;-). Als wir
wieder unten waren, haben wir ihr versprochen, dass wir immer mal wieder
vorbeikommen würden, vor allem mein Kind war Feuer und Flamme. Wir haben uns in
den Arm genommen und uns dann verabschiedet. Mein Kind und ich waren nach diesem
Besuch nur gut aufgelegt :-).
Das war jetzt mal so mein erstes Bilderlebnis von der MS ;-). Kurz darauf hatte ich übrigens eine Sehnerventzündung.
Zweite Geschichte
Als ich meine Sehnerventzündung hatte, bin ich nochmal in Gedanken zur MS (die
alte Frau) in die Höhle hinabgestiegen. Als ich runterkam, hat sie total hämisch
und laut angefangen zu lachen. Ich konnte es einfach nicht fassen und ich bin
nur noch wütend geworden...ich habe mit dem rechten Arm ausgeholt und habe ihr
einen Kinnhaken verpasst, der sie völlig von den Füssen geholt hat...als sie da
so auf dem Boden lag, hat sie mir schon fast wieder leid getan...ich hab ihr
geholfen aufzustehen und wir haben uns dann noch eine Weile unterhalten.
Und das Gespräch war trotz allem ganz nett.
Beim nächsten Besuch (ich habe in der Zwischenzeit Weihrauch genommen) kam ich
die Treppe hinunter und die MS lag am Boden und stöhnte vor sich hin und
jammerte die ganze Zeit: "ich hasse Weihrauch.....". Ich wollte ihr helfen
aufzustehen, aber sie schickte mich weg und meinte nur, dass ich jetzt doch
hoffentlich nicht so dämlich sein würde, ihr aufzuhelfen und sie womöglich noch
gesund zu pflegen. Ich bin dann gegangen...
Beim vierten Besuch kam ich die Treppe runter und die MS stand unten und
lächelte mir zu. Sie war ruhig und zufrieden und sagte dann, dass sie mir
dankbar sei, dass ich kein Hammermittel gegen den Schub genommen habe, sondern
Weihrauch. Dass der Weihrauch sie ruhiger gemacht habe, sie sei nicht mehr so
aggressiv.
Für den einen von euch ist das hier Geschriebene vielleicht eine nette
Geschichte, für jemand anderen vielleicht eine neue Sichtweise....
© GabiGödrich