Anfangsschwierigkeiten beim freien Visualisieren



Zu tiefer Entspannung finden

Es gibt hier verschiedene Wege. Zum Beispiel durch die Konzentration auf den eigenen Atem oder durch eine andere Form der Meditation. Regelmäßiges Meditieren oder das Anwenden entsprechender Entspannungstechniken (z.B. Autogenes Training oder progressive Muskelentspannung) kann hier sehr hilfreich sein. Zum Visualisieren wendet man vor dem eigentlichen Visualisieren eine kürzere Entspannungsübung an (siehe bei „Zur Ruhe kommen, Atem nachspüren, Rückwärtszählen“).




Vorstellen der Bilder

Ein paar Tipps:

Für jemanden, der noch nie etwas mit Visualisieren zu tun hatte, ist es für den Anfang vielleicht ratsam, erst einmal mit einer geführten Phantasiereise anzufangen. Auf meiner Seite mit den CD-Tips habe ich ein paar angegeben, aber vielleicht kennt ihr selber welche.

Wenn wir versuchen uns mit geschlossenen Augen etwas vorzustellen, ist es oft so, dass wir nichts sehen. Wahrscheinlich kann sich jeder an irgendeinen Traum erinnern, den er mal während des Schlafes geträumt hat. Ein „Film“, der vor den eigenen geschlossenen Augen abgelaufen ist. Die Bilder lieferte unser Unterbewusstsein.

Während des Visualisierens versuchen wir etwas Ähnliches. Durch die vorher erreichte Entspannung suchen wir einen Zugang zu unserem Unterbewusstsein. Bei diesem Versuch kann es sein, dass erst einmal ein totales Stimmengewirr stattfindet. Lauter Gedanken. Nehmt sie dann so, wie sie kommen. Lasst sie erzählen. Lasst einen Gedankenfilm ablaufen. Das sind dann in diesem Moment auch ganz intuitive Gedanken. Nehmt sie zur Hilfe als Ersatz für die Bilder. Vielleicht ist das ja auch ein Weg, mit Visualisieren zu beginnen.

Ihr könnt auch den Weg der Sinne benutzen. Nehmt einen Gegenstand, schaut ihn euch genau an. Nach einer Weile schliesst ihr die Augen und versucht zu erfühlen, was ihr vorher gesehen habt. Versucht dann, euch den Gegenstand vorzustellen, mit Hilfe der Erinnerung eurer Augen. Mit Hilfe von eurem Sinnesorgan Haut, über das Fühlen. Wenn ihr das immer wieder versucht, gelingt euch das sehen der Bilder vielleicht auf diesem Weg.

Oder stellt euch eine Person vor, die ihr kennt. Welche Gefühle löst sie bei euch aus? Lasst alles zu....bewertet nicht, egal welche Vorstellungen kommen.

Eine andere Möglichkeit ist der Gang durch das Haus, in dem ihr wohnt. Ihr schliesst die Augen und geht in eurer Vorstellung von Zimmer zu Zimmer. Vielleicht habt ihr das früher auch schon mal gemacht. Wenn ihr versucht habt, euch an irgendetwas Wichtiges zu erinnern. Ich bin mir fast sicher, dass jeder Mensch schon einmal visualisiert hat, eben nicht so bewusst wie jetzt in diesem Moment.








Das war jetzt mal ein kleiner Einblick. Vielleicht haben euch diese Zeilen jetzt neugierig gemacht....und ihr wollt eine der Möglichkeiten des Visualisierens einfach mal für euch ausprobieren.

Visualisieren

© GabiGödrich